Hans Schmitz

1896-1977

 

Hans Schmitz (1896-1977) 

Der Bildhauer Hanz Schmitz, 1896 in Köln geboren, gehört mit Augustin Tschinkel und Gerd Arntz zu den Überlebenden der Kölner „Gruppe Progressiver Künstler“ Diese durchaus zwanglose Vereinigung avantgardistischer Maler, Bildhauer, Architekten, Schriftsteller, deren führende Köpfe die Kölner Maler Heinrich Hoerle und Franz Wilhelm Seiwert waren, spielte nicht nur im engen lokalen Bereich eine Rolle, sondern hatte weit über rheinischen Raum hinaus internationale Beziehungen.

Der Besuch von Hans Schmitz auf der Kölner Kunstgewerbeschule, Fach Malerei -  nach einer Handwerkslehre - wurde jäh unterbrochen durch den Ausbruch des ersten Weltkriegs und seine Einberufung zum Militärdienst. Nicht erst hier in den „Stahlgewittern“ erfolgte die Wandlung des politisch schon immer Engagierten. Der 20. November 1918 sah den 22jährigen als Gefreiten und Mitglied des Soldatenrates mit einem 12o Mann starken Artillerie Messtrupp, nach fast vierwöchigen Fußmarsch, in Köln einziehen wo er zur Auflösung der Einheit in Verbindung mit den ganz in der Nähe des Rheines gelegenen ehemaligen Hotel du Nord tagenden Arbeiter- und Soldatenrat aufnahm. Es bedeutet dies ein noch stärkeres politisches Engagement mit wechselnden Interessen und oft auch entsprechender Beteiligung bei Spartakusbund, Vereinigung Freier Sozialisten, Anarcho Syndikalisten Gruppen, Allgemeiner Arbeiter Union u.a. Es war eine politisch äußerst bewegte Zeit damals als sich die Geister wegen der verschiedensten revolutionär sozialistischen Theorien stritten, oft auch bekämpften und darüber - die gemeinsame Aktion vergaßen!

Im Jahre 1923 erfolgte dann zusammen mit Hoerle und Seiwert die Gründung der Gruppe der „Progressiven“. Mit dem oben geschilderten politischen Engagement und mit den Progressiven ist gewissermaßen der Hintergrund für das künstlerische Schaffen von Hans Schmitz gegeben.

Es umfasst sowohl Plastik als auch Graphik, wobei die Plastik im Vordergrund steht, während die Grafik vielfach aus der Forderung des Tages geboren, ganz bewusst einen sozialanklänglerischen Charakter hat.

Beidem - bildhauerischem und graphischem Schaffen -gemeinsam ist das Thema: Der Arbeiter und seine Welt

Arbeiter  1923

Arbeiter 1922

Maske 1932

Vintage August Sander 1923

Feierabend 1924
Linocut

Liegender 1924 Bronze

„Abwehrender“  1925

oben auf einem Foto von August Sander im Wohnhaus von  Malerehepaar Ludwig E. Ronig

Zeichnung 1924

Kauernde 1922